Unfallversicherung

Behinderungsbedingter Mehraufwand

  • Herr K. erleidet durch einen schweren Unfall eine Querschnittslähmung und sitzt seidem im Rollstuhl. Damit er weiterhin Auto fahren kann, wird es entsprechend seiner eingeschränkten Bewegungsmöglichkeiten umgebaut. Ein Rutschbrett erleichtert ihm jetzt das Ein- und Ausstegen. Spezielle Vorrichtungen ermöglichen ihm das Gasgeben und Bremsen mit der Hand. 

Bergungs- und Transportkosten

  • Herr Z. meldet sich in seinem Urlaubshotel zu einer Ganztagswanderung ab. Bis spätestens 21 Uhr will er wieder zurück sein. Um 22 Uhr hat er sich noch nicht in seinem Hotel gemeldet. Da der Hoteleigentümer einen Unfall vermutet, meldet er den Fall der Bergwacht, die sofort eine Suche nach dem Wanderer veranlasst. Um 23 Uhr erscheint Herr Z. im Hotel. Er hatte sich in der Zeit einfach vollig verschätzt. Die Suche nach ihm kann abgebrochen werden. Da jedoch ein Unfall vermutet werden konnte, werden die angefallen Kosten der Bergwacht in Rechnung gestellt.
  • Herr L. erleidet während einer Autofahrt einen Herzinfarkt. Dadurch verliert er die Kontrolle über sein Fahrzeug. Es kommt von der Fahrbahn ab und prallt gegen einen Baum. Dabei zieht sich der Fahrer erhebliche Verletzungen zu.

Druckkammerkosten

  • Frau Sp. unternimmt im Urlaub einen Tauchgang in 30 m Wassertiefe. Dort hält sie sich 20 Minuten auf, als plötzlich zu viel Luft in ihre Tauchweste gerät. Aus Unerfahrenheit verliert Frau Sp. die Kontrolle. Der entstehende Auftrieb ihrer Tauchweste treibt sie viel zu schnell an die Wasseroberfläche, so dass ihr ein erforderliches langsames auftauchen nicht möglich ist. Die Helfer an Bord bringen sie schnellstens ins Krankenhaus. Dort kommt sie in eine Druckkammer, wodurch eine übermäßige Bläschenbildung im Blut verhindert werden kann.

Eigenbewegung

  • Herr R. spielt mit ein paar Freunden Fussball. Ehrgeizig versucht er, einen eigentlich unerreichbaren Ball eines Teamkollegen noch vor der Seitenlinie zu erreichen und mit einem gewagten Ausfallschritt zurückzuschlagen. Bei diesem riskanten Manöver reißt die Achillessene in seinem rechten Fuß.

Erfrieren

  • Herr Sch. gerät bei einer Bergtour überraschend in Regen und Nebel. Aufgrund der schlechten Sicht und starken Windes muss er die ganze Nacht auf einem Felsvorsprung ausharren. Durch die anhaltende Kälte erfriert er und kann am nächsten Tag durch die Bergwacht nur nocht tot aufgefunden werden.

Erhöhte Kraftanstrengung

  • Herr K. hilft einem Freund bei seinem Umzug. Als sie gemeinsam versuchen einen schweren Eichenschrank durchs Treppenhaus zu tragen, erleidet Herr K. druch das erhebliche Gewicht des Möbelstückes einen Muskelfaserriss in rechten Arm.

Fahrtveranstaltung

  • Herr P. nimmt an einer sogenannten Gleichmäßigkeitsprüfung (GLP) am Nürburgring teil, bei der die Strecke in einer vorgegenen Zeit möglichst genau gefahren werden muss. Dabei kommt es zu einem schweren Unfall.

Genesungsgeld

  • Frau B. hatte einen schweren Autounfall und lag 50 Tage stationär im Krankenhaus. Frau B. erhält für 50 Tage das vereinbarte Krankenhaustagegeld und für weitere 50 Tage das Genesungsgeld.

Infektionsklausel

  • Frau H. macht einen Spaziergang durch den Wald. Dabei wird sie von einer Zecke gebissen. Es wird eine Borreliose festgestellt.
  • Herr P. erkrankte an einer Gürtelrose. Durch diese Infektion erlitt Herr P. einen dauerhaften Folgeschaden.

Kosmetische Operationen und Zahnersatz

  • Frau W. stürzt mit dem Fahrrad und schlägt sich dabei die Schneidezähne aus. Die kostenaufwendige Zahnbehandlung wird von der Krankenkasse nur im Rahmen der dort festgelegten Höchstbeträge erstattet.

Kurkostenbeihilfe/Reha-Kosten

  • Nach einem Unfall, bei dem Herr U. einen Kreuzbandriss zugezogen hatte, wird nach der Operation eine medizinisch notwendige Rehabilitationsmaßnahme durchgeführt. Der Sozialversicherungsträger (Krankenkasse/Rentenversicherung) übernimmt jedoch nicht alle für die Rehabilitation anfallenden Kosten.

Mitwirkungsklausel

  • Frau A. verdeht sich beim Skilaufen das Bein und erleidet einen Einriss eines bereits vorgeschädigten Meniskus. Vom Arzt wird bestätigt, dass die Vorschädigung zu 50% an der Gesundheitsschädigung mitgewirkt hat.

Rettungsmaßnahmen

  • Frau I. kommt zu einer Unfallstelle. Ein Autofahrer liegt bewusstlos in seinem Fahrzeug, das Feuer gefangen hat. Frau I. erkennt sofort, dass sie sich bei der Rettung des Verunfallten mit Sicherheit selbst verletzen wird. Dennoch rettet sie den Fahrer und zieht sich Verbrennungen an den Armen zu, wegen denen sie zwei Tage im Krankenhaus verbringen muss.

Sofortleistungen bei schweren Verletzungen

  • Herr T. stürzt so unglücklich von einer Leiter, dass sein Rückenmark geschädigt wird. Diese Verletzung führt zu einer Querschnittlähmung.
  • Bei einem Verkehrsunfall platzt die Windschutzscheibe und die Glassplitter verletzen beide Augen von Herrn B. so sehr, dass er auf beiden Augen erblindet.
  • Frau K. hat einen Unfall und kann sich noch aus dem bereits brennenden Fahrzeug befreien. Allerdings hat sie bereits Verbrennungen II. Grades von mehr als 30% der Körperoberfläche erlitten.

Tauchtypische Unfälle

  • Herrn F. unternimmt in seinem Urlaub einen Tauchgang von 40 m Tiefe. dort hält er sich 30 Minuten auf, als plötzlich Luft in seine Tauchweste gerät. Er wird nervös und verliert in der ungewohnten Situation die Kontrolle. Der entstehende Auftrieb seiner Tauchweste treibt ihn viel zu schnell an die Wasseroberfläche, so dass ihn ein erforderliches langsames Auftauchen nicht möglich ist. Durch das zu schnelle Auftauchen bilden sich Bläschen im Blut, durch die die Versorgung des Rückmarks verstopft wird. Herr F. erleidet als Dauerfolge Lähmungen.

Vergiftung durch Gase und Dämpfe

  • Herr K. ist Maler und lackiert an einem heißen Sommertag die Türen und Fenster einer Dachwohnung. Durch die freigesetzten Gase und Dämpfe wird ihm an ein paar Stunden über und er wird ohnmächtige. Er muss mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht und behandelt werden.

 

Vergiftungen und Nahrungsmittelvergiftungen

  • Herr H. ist Schreiner. Nach längeren Schleifarbeiten will er einen großen Schluck Mineralwasser zu sich nehmen. Dabei greift er leider zu einer Flasche, in der eine Chemikalie aufbewahrt wird. Die Folge ist eine schwere Vergiftung.

Vorsorgeversicherung beim Bau oder Kauf von Eigenheim

  • Herr Z. ist als Internethändler selbstständig tätig. Er hat keine Angestellten. Aufgrund eines Motrradunfalles muss ihm ein Fuß amputiert werden. Wegen der schweren Verletzungen ist er sechs Monate nicht in der Lage, seinen Internethandel weiter zu betreiben. Einnahmen fallen in dieser Zeit zu 100% aus. Die Darlehnsraten, die er wegen des Kaufs einer Eigentumswohnung vor zwei Jahren zu begleiche hat, werden jedoch weiter fällig. In sechs Monaten fallen 4.500 € an.